Die Oberwiesenthaler Sportstätten

Die große Fichtelberg-Schanze

Die Fichtelberg-Schanze ist eine Stahlkonstruktion und wurde von 1972 - 1974 vom ehemaligen Ingenieur-, Tief- und Verkehrsbaukombinat in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit der Firma VODOK- Ostrava errichtet. Das Schanzenprofil gewährleistet eine flache Flugbahn der Springer. Auf dieser Normalschanze können Skisprungwettbewerbe für die Spezialspringer, aber auch für die Nordische Kombination durchgeführt werden. 1991 erhielt der 102 m lange Anlauf zusätzlich zum Mattenanlauf eine Glasspur, welche ideale Gleiteigenschaften besitzt. 1991 war dies eine Weltneuheit. Der Anlauf besitzt eine Neigung von 36,7°, der Schanzentisch 10°. Die Sportler erreichen Anlaufgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h, bevor sie den Aufsprunghang mit einer Neigung von 37,5° und einer Länge von 150 m erreichen. Die Fichtelberg-Schanze hat eine Gesamtlänge von 380 m und einen Höhenunterschied von 113 m. Der Schanzenrecord wurde am 01.02.1985 von Ulf Findeisen (DDR) aufgestellt und liegt derzeit bei 101,0 m. Damit überflog er den kritischen Punkt um 11m! Die Rekonstruktion der Fichtelbergschanze erfolgte von 2001 bis 2002. Um die Flugkurve den neuen technischen Anforderungen anzupassen, wurde der Schanzentisch um 3 m nach hinten versetzt. Die Schanze erhält dadurch einen K-Punkt von 95 m und lässt zukünftig Weiten bis 110 m zu. Die Schanzenweihe erfolgte anlässlich der Deutschen Meisterschaften im Skisprung und in der Nordischen Kombination vom 24.07.-27.07.2003.

Die Jugendschanzen am Fichtelberg

Der Schanzenkomplex wird durch 2 Kleinschanzen (K12 und K28) und 2 Jugendschanzen mit einem kritischen Punkt 51 m und 64 m ergänzt. Die Schanzenprofile wurden nach den neuesten Erkenntnissen des Internationalen Skiverbandes FIS projektiert. Diese Anlagen können im Sommer (Matte) und im Winter (Schnee) für den Trainings- und Wettbewerbsbetrieb genutzt werden. 1989 wurde auf dem Anlauf der K 64 - Schanze eine Keramikspur und 1995 auf der K 51 eine Glasspur montiert.

Rekordsprünge auf unseren Schanzen:

K95 K90 K64 K51
Schnee Jan Schmid, (CH),
2003, 105 m
Ulf Findeisen,
1985, 101 m
Jens Weissflog,
1989, 70 m
Vladimir Pustejewski,
1989, 54 m
Matte Michael Uhrmann,
2003, 105 m
Jens Weissflog,
1996, 102 m
Jens Weissflog,
1993, 68 m
Rene Rosenbaum,
1990, 55 m


Skistadion für Langläufer und Biathleten

In einer Höhe von ca. 1110 m befinden sich die Standard-Laufstrecken von 2,5 und 5 km Länge sowie der Staffelgarten. Die Biathlonstrecken und die Schießanlage mit 16 Bahnen fügen sich in das Skistadion am Fichtelberg ein. Nicht nur Nordische- und Biathlon-Wettkämpfe, sondern auch Wettbewerbe von Freizeitsportlern finden zu allen Jahreszeiten statt. Zum Rollertraining der Langläufer im Sommer wurden eigens Asphaltstrecken angelegt, um ideale Bedingungen für die Sportler zu gewährleisten. Erreichbar ist das Skistadion über die Zufahrtsstraße zum Fichtelberg, wo ausreichend Parkmöglichkeiten bestehen.